11.11.2011: vermisste Person löst Großeinsatz aus
Als am Abend des 11.11.11 ein Bewohner des DRK-Wohnheims für geistlich und körperlich Behinderte nicht wieder von seinem Spaziergang zurück kam, wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet.
Um 19:10 Uhr wurden zunächst der organisatorische Leiter Rettungsdienst, die SEG Ortsgruppe Dippoldiswalde und die Polizei alarmiert. Nach kurzer Anlaufphase waren gegen 19:25 genügend Einsatzkräfte vor Ort, um eine erste Suchkette zu bilden, die den normalen Spazierweg des Bewohners abging. Diese erste Suche war jedoch erfolglos. Aufgrund der einbrechenden Nacht und Temperaturen von ca. -3°C wurde klar, dass man mehr Kräfte brauchen würde, um den Bewohner zu finden.
Daher wurde um 20:16Uhr SEG-Kreisalarm ausgelöst. Dieser umfasste:
- Vollalarm der gesamten SEG Dippoldiswalde
- Alarmierung des amtlichen Kreisauskunftbüros
- Alarmierung der Bergwachten Geising, Altenberg und Wildes Weißeritztal (Hermsdorf/E.)
Darüberhinaus wurde die Rettungshundestaffel Osterzgebirge des DRK Kreisverbandes Freital und ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera angefordert.
Die nachfolgend eintreffenden Kräfte wurde auf verschiedene Sektoren verteilt und bildeten ihrerseits wieder Suchketten. Doch auch diese Suche blieb zunächst ohne Erfolg. Zwischenzeitlich wurde auch die Betreuungskomponente der SEG OG Dippoldiswalde aktiviert, um für die Einsatzkräfte eine Verpflegung zu organisieren. Der Führungsdienst richtete eine Einsatzleitung im Konferenzraum des Kreisverbandes Dippoldiswalde ein.
Gegen 23:15 meldete der Polizeihubschrauber eine Person im Uferbereich der Talsperre Malter, die sich durch Winken dem Helikopter bemerkbar machte. Die daraufhin zu der Stelle beorderten Einsatzkräfte konnten dann zu dem Vermissten vordringen, der bis zur Hüfte im Schlamm feststeckte und sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Nach einer kurzen Erstversorgung und einer kraftaufwändigen Befreiungsaktion durch Kräfte von Polizei, SEG und Bergwacht sollte der stark unterkühlte Heimbewohner zügig zum Uferbereich gebracht werden, wo ein Rettungswagen ihn in Empfang nehmen sollte. Da der einzige Weg über eine steile Böschung und anschließend über ca 300m Bahntrasse verlief, sollte der Transport des Patienten über ein Schlauchboot der Feuerwehr erfolgen. Diese wurde daraufhin ebenfalls alarmiert und konnte nach kurzer Zeit den Vermissten via Boot schnell zum bereitstehenden Rettungswagen bringen. Dort wurde er nochmals notärztlich versorgt und mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus nach Freital gefahren.
Fazit: Die Alarmierung der Einsatzkräfte und der Ablauf der Suchaktion verlief organisationsübergreifend gut. Die zeitige Mobilisierung vieler Einsatzkräfte hat insbesondere bei den herrschenden Temperaturen den Vermissten sicherlich vor Schlimmeren bewahrt.

